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Symbolisieren Steine Weisheit oder Starrheit?

Auge im Stein – 10 philosophische Betrachtungen

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In der Ruhe liegt die Kraft

Philosophische Betrachtungen - In der Ruhe liegt die Kraft

Kleine Leseprobe: 

Jan saß in der Badewanne und wusch sich heute besonders gründlich. Es war ja immerhin das erste Mal! Schweißperlen wurden bei diesem Gedanken auf seiner Stirn deutlich er-kennbar. Angst, Angst und noch mal Angst schnürten ihm die Kehle zu. Nur nicht daran denken, dann verschwindet das Herzklopfen vielleicht auch wie von selbst. Er stieg aus der Wanne und trocknete sich nervös mit dem schon sehr zerschlissenen Handtuch ab. Schon vorher hatte Jan sich seinen besten Anzug sorgfältig zurechtgelegt. Selbst der im Übermaß benutzte Badeschaum und der letzte Rest von dem selten verwendeten Rasierwasser konnten den Geruch von Mottenkugeln nicht völlig verdecken.

Jan betrachtete lange sein Spiegelbild. Zwar war er erst dreiunddreißig Jahre alt, aber er glich heute eher einem alten Mann. Seine Arme hingen kraftlos an den Schultern, die Augen waren abgespannt und die schiere Verzweiflung hatte tiefe Furchen in sein sehr feines und interessantes Gesicht gegraben.

Obwohl er den Inhalt seiner Reisetasche bis ins kleinste Detail auswendig kannte, kontrollierte er alle paar Minuten fast generalstabsmäßig, ob auch ganz bestimmt nichts beim Einpa-cken übersehen worden war. Rasierer, Hausschuhe, Handtücher, Seife, Zahnbürste und Paste, Kamm, Pyjama und einige Bücher durften auf gar keinen Fall fehlen. Es war ja immerhin das erste Mal, dass er eine Operation über sich ergehen lassen musste! Unentschlossen packte er Literatur dazu und andere wieder weg. Nein, vielleicht wäre doch etwas ganz anderes das Richtige?

***

Zur gleichen Zeit stieg Olivia aus ihrem Wagen. Die Sonne schien warm, gerade richtig, um noch im „Altweibersommer“ Kraft für den bevorstehenden langen Winter zu tanken. Olivia war zwar schon 79, aber von einer richtig alten Frau war sie weit entfernt. Das weiße lange Haar trug sie, um die vielen Locken zu bändigen, ganz leicht zu einem Zopf geflochten. Die Haut war von der Sommersonne leicht gebräunt und unterstrich damit Olivias naturbelassenes Erscheinungsbild. Viele Erlebnisse — positive wie negative — hatten sie zu einer reifen Frau gemacht.

Vielleicht fühlte sie sich deshalb mit so geschichtsträchtigen Orten wie hier, direkt an der österreichisch-tschechischen Grenze, verbunden.

Ein riesengroßer Steinhaufen mitten im Wald deutete auf ein großes Gebäude aus längst vergangenen Tagen hin. Dieser Ort mitten im Wald gehörte zu Olivias Lieblingsplätzen. Steine hatten für sie eine ganz besondere Anziehungskraft. Je länger und öfter sie diese stillen, unbeweglichen Gestalten betrachtete, desto größer wurde der philosophische Zwiespalt in ihr: „Symbolisieren diese großen Steine Weisheit oder Starrheit?“

 10 philosophische Betrachtungen

Der Beginn der Evolution liegt Ewigkeiten zurück. Wie sich die Welt entwickelte, seit Adam und Eva den Garten Eden verlassen und in der Eigenverantwortung leben mussten, wird in der folgenden Erzählung einer österreichisch-tschechischen Familiengeschichte gut sichtbar.

Als Fotografin benötigt man eine gute Beobachtungsgabe und ein „offenes Ohr“, um Stimmungen wahrnehmen zu können. Die folgenden Begebenheiten haben sich tatsächlich in unterschiedlichen Familien des Waldviertels zugetragen und wurden mir im Laufe der Jahre erzählt. Sie wurden von mir zur folgenden Geschichte einer fiktiven Familie verknüpft und durch zehn philosophische Betrachtungen zwischen den Zeilen ergänzt.

Die berichteten Ereignisse könnten wahrscheinlich stellvertretend für viele Familienschicksale stehen. Zumindest hat jeder von uns Personen in seinem Bekanntenkreis, sei es privat oder beruflich, die eine oder mehrere Verhaltensmuster der beschriebenen Charaktere aufweisen.

In der Menschheitsgeschichte änderte sich scheinbar in den Persönlichkeitsstrukturen nicht viel. Es gibt sie immer noch: die Guten und die Bösen. Die wichtigste Frage ist jedoch nach wie vor: Ist GUT immer NUR GUT und BÖSE NUR BÖSE?

Wer bestimmt, was richtig oder falsch ist?

Wir besitzen zum Glück in unserer Kultur die Freiheit zu entscheiden, ob wir mit unseren Gedanken und unserem Handeln für unsere Seele Glück und Zufriedenheit schaffen!

„Freu‘ dich meine Seele“

von Eva Brandeis – Fotografenmeisterin
FOTOGRAFIE IST MEHR, als nur auf den Auslöser zu drücken!

Kurzbeschreibung

Betrachtungen über Gott und die Welt – Geschichten in Bildern erzählt
Es gibt eine Auslegung von Glauben, die macht Angst, klein und einsam. Aber es gibt für mich auch einen Glauben, der Mut, Kraft und Stärke verleiht, und diesem will ich mich in diesem Buch widmen.
„Freu‘ dich, meine Seele“, ist eine Einladung, sich allgemein nicht vom ersten Eindruck blenden zu lassen. Mein Ziel ist es, die negative Dynamik in unserem Alltag in eine „Es werde Licht“ – Dimension zu heben.

Anhand der imaginären Deutungen in Form von Bildern zu „Schöpfung“, „Vertreibung aus dem Paradies“, „10 Gebote“, „Kreuzweg“ und „14 Nothelfer“ habe ich für mich die Dinge des Seins aus verschiedenen Perspektiven charakterisiert. Neben den geschichtlichen Darstellungen/Legenden, Assoziationen, Meditationsanregungen, Gedanken und Fragen bleibt für Sie, geschätzte Leserinnen und Leser, viel Spielraum für eigene Interpretationen.
Am Ende des Buches finden Sie ein Resümee in Form einer Familiengeschichte zum Thema: „Macht euch die Erde untertan!“ – Was die Menschen seit der Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies aus der Welt gemacht haben.

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